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PFAS in Kosmetik: Gefährliche Ewigkeitschemikalien

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) haben längst den Weg in unseren Alltag gefunden – auch in Kosmetika. Diese Stoffgruppe umfasst mehrere tausend Verbindungen, die für ihre wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften geschätzt werden. In Cremes, Make-up oder Sonnencremes sorgen sie für angenehme Texturen, langanhaltende Haftung oder wasserfeste Formulierungen. Doch die glänzenden Effekte haben eine Schattenseite: PFAS gelten als „Ewigkeitschemikalien“.

Was sind PFAS?

PFAS sind synthetische Verbindungen, deren chemische Struktur durch besonders stabile Kohlenstoff-Fluor-Bindungen gekennzeichnet ist. Diese Stabilität führt dazu, dass sie in der Umwelt praktisch nicht abgebaut werden. Einmal freigesetzt, verteilen sich PFAS über Luft, Wasser und Böden weltweit – selbst in entlegenen Regionen wie der Arktis sind sie nachweisbar.

PFAS in Deutschland: Wo und wie stark?

In Deutschland sind mehr als 1.500 Orte mit PFAS kontaminiert, davon über 300 als besonders gefährliche Hotspots eingestuft. Die Verschmutzungen betreffen unter anderem belastete Böden, Gewässer und Grundwasser, beispielsweise durch Einsatz von PFAS-haltigem Löschschaum oder industrielle Produktion. Besonders betroffene Regionen liegen in Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen, unter anderem am Düsseldorfer Flughafen und in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld.

Diese flächendeckende Belastung stellt ein ernstzunehmendes Umweltproblem dar, da PFAS in Böden und Wasserkreisläufen verbleiben und sich anreichern. Die Kontamination ist so weitreichend, dass ganze Stadtgebiete und Industrieareale betroffen sind.

Gefahren durch PFAS

PFAS reichern sich im Organismus von Mensch und Tier an. Studien zeigen Zusammenhänge mit:

  • Störungen des Immunsystems
  • Erhöhtem Risiko für bestimmte Krebserkrankungen
  • Beeinträchtigung von Leber und Hormonhaushalt
  • Entwicklungsstörungen bei Föten und Kindern

Ihre Persistenz und mögliche gesundheitliche Risiken machen PFAS zu einem der besorgniserregendsten Umweltgifte unserer Zeit.

PFAS in Kosmetika

In Kosmetika werden PFAS eingesetzt, um Produkte wasser- und schmutzabweisend, langlebig und angenehm in der Textur zu machen. Verbraucher*innen finden diese Stoffe unter verschiedenen Bezeichnungen in der INCI-Liste, etwa als PTFE oder Perfluoralkylverbindungen. Da PFAS kaum biologisch abbaubar sind, gelangen sie nach dem Gebrauch in das Abwasser und tragen zur Umweltbelastung bei.

Wo findet man die PFAS-Hotspots?

Eine umfassende Karte mit PFAS-Hotspots in Deutschland und Europa ist Teil des internationalen „Forever Pollution Projects“. Die detailreiche Karte zeigt betroffene Gebiete, Industrieanlagen und Belastungsschwerpunkte:

PFAS Hotspots in Deutschland – Forever Pollution Map

Regulierung und aktuelle Lage

Das Umweltbundesamt und die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) streben ein umfassendes PFAS-Verbot an. Bis zu einer endgültigen Entscheidung gilt in der EU noch eine Übergangsfrist, während einige Unternehmen freiwillig aus der Nutzung aussteigen.

Was können Verbraucher*innen tun?

  • INCI-Liste auf PFAS-bezogene Stoffe prüfen.
  • PFAS-freie Naturkosmetik bevorzugen.
  • Hersteller gezielt zur PFAS-Nutzung befragen.

Fazit

PFAS in Kosmetika und anderen Produkten sind ein Beispiel für eine industrielle Innovation mit gravierenden Langzeitfolgen für Umwelt und Gesundheit. Während sie Produkteigenschaften verbessern, bergen sie erhebliche Risiken. Die Bewältigung der PFAS-Problematik ist eine der großen Herausforderungen für den Umweltschutz in Deutschland und Europa.


Quellen:

Umweltbundesamt (2020) & Europäische Chemikalienagentur ECHA (2023)

Recherchen NDR, WDR, Süddeutsche Zeitung, 2023: Tagesschau – Wo das Jahrhundertgift PFAS Deutschland verschmutzt

Forever Pollution Project: PFAS Hotspot-Karte

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2-Amino-6-Chloro-4-Nitrophenol
2-Bromo-2-Nitropropane-1.3.Diol. Methylchloroisothiazolinone
3-Chlor-2-Hydroxypropyl-N,N,N-Trimethylammoniumchlorid
5-Bromo-5-Nitro-1,3-Dioxane
Benzisothiazolinone
Benzyltrimethylammoniumchlorid
Butylene Glycol Cocate
Butylene Glycol Dicaprylate/Dicaprate
Butylhydroxytoluol
Butylphenyl Methylpropional
C.I.14720
C9-12 Alkane
Cetyl Phosphate
Cetylalkoniumchlorid
Cetylpyridiniumchlorid
Chlorhexidine
Chloroacetamide
Chlorphenesin
Ci 51319
Ci 77947 (Zno)
Ci 13015
Climbazole
Denatoniumbenzoat
Dequaliniumchlorid
Diazolidinyl Urea
Dichlorobenzyl Alcohol
Diethylenglykolmonoethylether
Diethylhexyl
Dimethyldioctadecylammoniumchlorid
Dimethylimidazolidinone Rice Starch
Dipropylene Glycol
Disodium Edta
DM Hydantoin
Ethanolamine
Ethylhexyl Salicylate
Etidronicacid
Euxyl K200
Hexylene Glycol
Hydrogenated Polyisobutene
Hydrogenated Rosin
Hydroxyapatite
Idazolidinyl Urea
Imidazolidinyl Urea
Iodopropynyl Butylcarbamate
Isoceteth-10
Isododecane
Isohexadecane
Isopentane
Lactamid-Mea
Linoleamidopropyl Pg-Dimonium Chloride Phosphate
Lsobutane
Magnesium Nitrate
MDM Hydantoin
Mea-Borate
Methylchloroisothiazolinone
Methylisothiazolinone
Mipa-Borate
Natrium-Benzoat
Natriumedetat
Natriumtetraborate
Odium Chloride
Palmitamide Mea
Paraquat
Penoxyethanol
Perfluorononylethyl Carboxydecyl
Perfluorooctylethyl Triethoxysilane
Phenethylbenzoate
Phenoxylpropanol
Phenyl Mercuric Borate
Phthalimidoperoxycaproic Acid
Pin-2(10)-En
Potassium Acesulfame
Potassium Borate
Ppg-2-Methylether
Prophylenglycol
Silanediol Salicylate
Sodium Hydroxymethyl Glycinate
Sodium Hydroxymethylglycinate
Sodium Perborate
Sodum Chloride
Soyamide Dea
Stannous Pyrophosphate
Sulfonate
Talkum
Tea-Lactate
Tea-Sulphate
Tetrabutylammoniumhydroxid
Tetradecyltrimethylammoniumoxalat
Tetramethylammoniumhydroxid
Tetranatrium Edetat
Tin Dioxide
Titanium Dioxide
Trehanolamine
Triisopropanolamine
Trioctyldodecyl Borate
Trisodium Edta
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