Wenn von Klimawandel die Rede ist, denken die meisten zuerst an Kohle, Öl und Gas. Weniger bekannt ist, dass auch Plastik eine erhebliche Rolle spielt. Denn Kunststoffe werden fast ausschließlich aus fossilen Rohstoffen hergestellt – und begleiten vom ersten Tropfen Erdöl bis zum letzten Schnipsel Abfall eine klimaschädliche Spur.

Plastik beginnt mit Erdöl und Erdgas
Die Herstellung von Plastik basiert überwiegend auf Erdöl und Erdgas, also denselben fossilen Quellen, die für den größten Teil der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Bohrungen, Förderung, Transport und die energieintensive Verarbeitung zu Kunststoff setzen enorme Mengen Kohlendioxid und Methan frei. Methan ist 84-mal schädlicher als CO₂. Schon bevor die erste Verpackung im Regal steht, hat Plastik also einen klimaschädlichen Fußabdruck hinterlassen.
Produktion und Verarbeitung
In Chemiewerken werden Öle und Gase zu Grundstoffen wie Ethylen oder Propylen aufgespalten. Dieser Prozess erfordert extrem hohe Temperaturen und Energie – oft wiederum aus fossilen Brennstoffen. Schätzungen zufolge verursacht die weltweite Plastikproduktion jährlich mehr Treibhausgase als der gesamte Luftverkehr. Tendenz: steigend.
Steigende Emissionen durch Kosmetika und Pflegeprodukte
Ein besonders wachsender Anteil der Treibhausgasemissionen stammt aus der Produktion von Kosmetika und Pflegeprodukten. Nach aktuellen Analysen wird erwartet, dass die Emissionen aus diesem Sektor bis 2025 um etwa 30% gegenüber dem Basisjahr 2018 steigen. Dies liegt nicht nur an der steigenden Nachfrage, sondern auch an den komplexen Herstellungsprozessen und den verwendeten Kunststoffverpackungen sowie flüssigen Polymeren in den Produkten (1).
Plastik im Alltag = mehr Emissionen
Auch die Weiterverarbeitung schlägt zu Buche: Verpackungen, Kleidung aus Polyester oder Kunstfasern, Medizinprodukte, Autoteile, Elektronik – überall steckt Plastik. Jeder einzelne Schritt vom Formen und Färben bis hin zu Transport und Kühlung kostet Energie. Durch die wachsende Nachfrage steigt so der weltweite CO₂-Ausstoß immer weiter an.
Müllproblem verstärkt die Klimakrise
Noch gravierender wird die Klimabilanz am Ende der Kette:
Der globale Hochlauf der Plastikproduktion
Während viele Staaten versuchen, Kohle- oder Ölverbrauch zu senken, investieren Konzerne massiv in neue Kunststofffabriken. Prognosen zeigen: Bis 2050 könnte die Plastikindustrie für bis zu 20 Prozent des weltweiten Erdölverbrauchs verantwortlich sein. Ohne Gegenmaßnahmen wird Plastik damit zu einem zentralen Treiber der Klimakrise.
Was jetzt notwendig ist
Fazit
Plastik ist nicht nur ein Müll- und Umweltproblem, sondern auch ein Klimaproblem. Von der Ölquelle bis zur Müllverbrennung trägt es massiv zur Erderhitzung bei. Wer Plastik reduziert, schützt deshalb nicht nur Meere, Böden und Lebewesen – sondern auch das Klima. Der Blick auf Plastik als „unsichtbare fossile Industrie“ macht deutlich: Weniger Kunststoff ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Klimakrise.
Quelle:
Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V. (IKW), Nachhaltigkeitsbericht 2025
plastikfrei
ohne flüssige Polymere
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